Formatieren von Dateien

Formatieren von Dateien

Druckdaten richtig formatieren – So bereiten Sie Ihre Datei korrekt vor

In den meisten Fällen werden Ihre Druckdaten automatisiert geprüft und direkt an die Produktion weitergeleitet. Eine manuelle Kontrolle erfolgt nicht standardmäßig. Umso wichtiger ist es, dass Ihre Datei von Anfang an korrekt aufgebaut ist. Nur so kann Ihr Produkt präzise und ohne Verzögerungen gefertigt werden.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Anforderungen zur Dateierstellung übersichtlich zusammengefasst.

Produktspezifische Anforderungen prüfen

Die technischen Vorgaben unterscheiden sich je nach Produkt und Material. Bitte prüfen Sie daher nach der Konfiguration Ihres Wunschproduktes die jeweiligen Dateivorgaben. Dort finden Sie alle relevanten Angaben wie Beschnitt, Mindestgrößen oder besondere Verarbeitungshinweise.

Druckvorlagen verwenden

Sofern für Ihr Produkt eine Druckvorlage (Template) zur Verfügung steht, empfehlen wir dringend, diese zu nutzen. Die Vorlagen enthalten bereits alle wichtigen Maßangaben und erleichtern die korrekte Gestaltung Ihrer Datei.

Beschnitt anlegen

Fügen Sie Ihrem Design einen ausreichenden Beschnitt hinzu. Dieser zusätzliche Rand verhindert unerwünschte weiße Kanten beim Schneiden. Die genaue Beschnittzugabe ist produktspezifisch und sollte unbedingt eingehalten werden.

Empfohlene Auflösung

  • Für Aufkleber und klassische Druckprodukte: 300 dpi
  • Für viele weitere Materialien: 150 dpi
  • Bei großformatigen Drucken ist eine hohe Auflösung häufig nicht erforderlich und technisch oft nicht umsetzbar

Achten Sie darauf, die Auflösung bereits bei der Gestaltung korrekt einzustellen.

Mehrere Designs einreichen

In den meisten Fällen können Sie mehrere unterschiedliche Motive ohne Aufpreis einreichen. Ausgenommen sind bestimmte Druckprodukte wie klassische Aufkleber oder Drucksachen. Bitte prüfen Sie hier die jeweiligen Produktangaben.

Schnittkontur anlegen (bei Sonderformen)

Wenn Sie ein Produkt in individueller Form bestellen, müssen Sie die Schnittkontur selbst als Vektorlinie in Ihrer Datei anlegen.
Bei rechteckigen oder quadratischen Produkten ist keine zusätzliche Kontur erforderlich.

Anleitung zur Schnittlinie ansehen

Doppelseitiger Druck

Bei beidseitig bedruckten Produkten müssen Vorder- und Rückseite vollständig angelegt und korrekt ausgerichtet sein. Bitte achten Sie darauf, dass beide Seiten vollständig und druckfertig gestaltet sind.

Weißdruck korrekt anlegen

Wenn Weißdruck gezielt eingesetzt werden soll, muss dieser als separate Ebene oder Sonderfarbe in der Datei definiert werden. Eine automatische Erkennung erfolgt nicht.

Bohrlöcher

Wenn Sie die Position von Bohrlöchern selbst bestimmen möchten (z. B. bei konturgeschnittenen Platten), müssen diese exakt in Ihrer Datei eingezeichnet werden.
Bei Standard-Bohrungen an rechteckigen Produkten werden die Löcher automatisch gemäß gewählter Option gesetzt.

Ösen bei Textil- oder Bannermaterial

Bei individuellen Formen oder frei positionierten Ösen müssen die gewünschten Punkte in Ihrer Datei markiert werden. In allen anderen Fällen erfolgt die Platzierung automatisch.

Rillen

Soll ein Plattenmaterial gerillt werden, müssen die Rilllinien eindeutig in Ihrer Druckdatei angelegt sein.

Schriftarten einbetten oder in Pfade umwandeln

Verwenden Sie Textelemente, sollten die verwendeten Schriftarten eingebettet oder in Pfade (Vektorumrisse) umgewandelt werden. Dadurch vermeiden Sie Darstellungsprobleme bei der Produktion.

Geeignete Dateiformate

Wir empfehlen die Anlieferung als druckfertiges PDF.
JPG-Dateien sind grundsätzlich möglich, können jedoch problematisch sein, insbesondere wenn Farbprofile eingebettet sind.

Keine Druck- oder Schnittmarken

Bitte liefern Sie Ihre Datei ohne Schnittmarken, Passkreuze oder sonstige Druckmarkierungen an. Diese würden mitgedruckt oder abgeschnitten werden.
Eine Ausnahme bilden spezielle Produkte wie Plano-Druckbögen.

Mindestschriftgröße beachten

Damit Texte gut lesbar bleiben, sollten Sie die produktspezifisch empfohlene Mindestschriftgröße berücksichtigen. Diese variiert je nach Material.

Minimale Linienstärke

Sehr dünne Linien können auf bestimmten Materialien nicht sauber dargestellt werden. Beachten Sie daher die jeweilige Mindestlinienstärke, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.

Automatische Aufteilung großer Formate

Überschreitet Ihr Motiv die maximalen Druckmaße des gewählten Materials, wird es automatisch in mehrere Segmente aufgeteilt.
Bei Bannern oder Textilien werden diese später fachgerecht verbunden. Sie müssen Ihre Datei nicht selbst aufteilen.

Großformate im Maßstab anlegen

Sehr große Formate lassen sich in Grafikprogrammen oft nicht im Originalmaßstab erstellen. In diesem Fall können Sie Ihr Design proportional verkleinert anlegen und später im Upload auf das finale Maß skalieren.

Weitere wichtige Hinweise

  • Komplexe Dateien mit vielen Ebenen, Transparenzen oder Effekten sollten vor dem Export gerastert werden.
  • Schneidemaschinen arbeiten sehr präzise, dennoch sind minimale Abweichungen von wenigen Millimetern möglich. Platzieren Sie daher keine wichtigen Elemente direkt am Rand.
  • Verzichten Sie auf umlaufende Rahmen, da diese bei minimalen Versätzen sichtbar ungleichmäßig wirken können.
  • Die maximale Dateigröße beträgt 500 MB.
  • Bei rückseitigem Druck auf transparenten Materialien (z. B. Plexiglas) muss die Datei gespiegelt angelegt werden.
  • Gleiches gilt für Fensterfolien, die von innen angebracht und von außen gelesen werden.
  • Broschüren müssen als Einzelseiten und nicht als Doppelseiten (Spreads) angelegt werden. Die Datei beginnt mit der Vorderseite und endet mit der Rückseite.
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